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Rückschau: Kundgebung in Marburg gegen Schließungen von Kreißsälen

„Es wäre schön, heute sagen zu können, dass die Kundgebung gestern in Marburg gegen die Schließungen von Kreißsälen in Hessen, hier im Speziellen, den von Wehrda, ein voller Erfolg gewesen wäre. Dazu sind jedoch zuwenige Menschen aktiv geworden. Denjenigen, die sich auf den Weg auf den Friedrichsplatz gemacht haben, sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt. Sie haben verstanden, dass es nicht egal ist, wie man geboren wird.

Die drastische Einschränkung der Wahl des Geburtsortes, den viele Hessinnen jetzt und in Zukunft erleben, ist keine Bagatelle. Marburgerinnen können nun in einem Haus der Maximalversorgung oder im Geburtshaus gebären. Oder sie nehmen lange Fahrtstrecken in Kauf nach Lich oder Gießen.

Der Koalitionsvertrag von CDU und GRÜNEN besagt unter anderem, dass mit dem „Zukunftsprogramm Geburtshilfe“ die Versorgung mit wohnortnahen Geburtshilfeeinrichtungen optimiert werden soll.

Die Realität spricht eine andere Sprache und schafft Fakten. Diesen Widerspruch hätte ich gerne von den politisch Verantwortlichen erläutert. Doch in Wiesbaden ist es unheimlich still.“

Ihre Martina Klenk, 1. Vorsitzende des Landesverbandes

s. auch Oberhessische Presse vom 25.09.2019

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