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Frankfurter Wochenbett-Notversorgung darf nicht Regelfall werden

Am 27. August 2019 fand die Auftaktveranstaltung Frankfurter Wochenbett-Notversorgung statt. Etliche Hebammen hatten sich im Gesundheitsamt in Frankfurt eingefunden, um sich von den beiden Projektkoordinatorinnen Kristina Dinauer und Kim Parent die Wochenbett-Notversorgung vorstellen zu lassen.

Das Projekt ist in Hebammenkreisen nicht unumstritten. Aus berufspolitischer Sicht ist der Schutz der aufsuchenden Wochenbettbetreuung für eine optimale Versorgung von Mutter und Kind unerlässlich.

Das Frankfurter Projekt bezeichnet sich selbst als Notversorgung und stellt damit klar, dass diese Versorgungsform nicht die Regel sein darf. Zudem ist das Projekt auf zwei Jahre befristet.

Die beiden Koordinatorinnen beraten Frauen telefonisch, vermitteln Hebammen, die freie Kapazitäten haben in die häusliche Wochenbettbetreuung und vermitteln Frauen stadtteilnah in Hebammensprechstunden. Dieses Vermittlungsangebot ist nur für Wöchnerinnen, nicht für Schwangere, die für die Zeit nach der Geburt eine Hebamme suchen. Das Konzept kann für Hebammen interessant sein, die studieren oder Kinder haben und deshalb weniger Zeit für freiberufliche Tätigkeiten erübrigen können.

Martina Klenk, erste Vorsitzende des Landesverbandes der Hessischen Hebammen: „Ich bin sehr gespannt, ob die Versorgung dadurch verbessert werden kann und wünsche dem Projekt viel Erfolg. Nur eines muss klar sein: Eine Notversorgung darf nicht zum Regelfall werden.“

Hier finden Sie auf der Website der Stadt Frankfurt weitere Informationen zum Projekt

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