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Schließung Wehrda: Gespräch im Landratsamt

„Die Ankündigung der Schließung der Geburtshilfe im Diakoniekrankenhaus Wehrda zum 31.12.2019 hat die betroffenen Hebammen und die weiteren Mitarbeiterinnen zutiefst schockiert. Vor allem die Art und Weise, wie sie es erfahren mussten, zeugt von einem schlechten Kommunikationsstil der Verantwortlichen. Noch im April wurde der leitenden Hebamme gegenüber auf Nachfragen eine Schließung kategorisch ausgeschlossen. Auf der Betriebsversammlung letzte Woche platzte dann die Bombe.

Heute gab es aus aktuellem Anlass auf Initiative der Hebammen einen Gesprächstermin im Landratsamt Marburg-Biedenkopf mit Landrätin Kirsten Fründt und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spiess, welches ich begleitet habe. Beide sehen die Schließung durchaus kritisch. Ihnen ist bewusst, dass das UKGM auf den Lahnbergen bereits jetzt räumlich und personell an seinen Kapazitätsgrenzen angekommen ist. Leider hätten sie jedoch keine Handhabe, die Schließung zu verhindern, da es sich dabei um eine privatwirtschaftliche Entscheidung handele.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass für die Region bewusst in Kauf genommen wurde, dass es zu Engpässen in der geburtshilflichen Versorgung kommen wird. Die Hebammen auf den Lahnbergen sind bei dem Versorgungsauftrag, der dann auf sie zukommt, wirklich nicht zu beneiden. Ob die Kolleginnen aus Wehrda willens sind, im UKGM ihre geburtshilfliche Leistung weiter anzubieten, bleibt abzuwarten. Es gibt mehrere Optionen, die zu prüfen sind.“

Ihre Martina Klenk
1. Vorsitzende des Landesverbandes der Hessischen Hebammen

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