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Krisentreffen Geburtshilfe Marburg-Wehrda

Damit die Schließung der Geburtshilfe in Marburg-Wehrda keinen Versorgungsgau für die Schwangeren der ganzen Region auslöst, trafen sich zunächst am UKGM und später im Geburtshaus Marburg betroffene Hebammen, der ärztliche Leiter der Geburtshilfe des UKGM Dr. Köhler, die Sprecherin für Geburtshilfe der Fraktion der GRÜNEN im Hessischen Landtag Kathrin Anders, weitere Lokalpolitiker*innen, Nina Rinkleff als Kreissprecherin und Martina Klenk für den Landesverband der Hessischen Hebammen.

Die Beteiligten haben die Problemlage erörtert und durchaus unterschiedliche Einschätzungen dazu. Das UKGM geht davon aus, die zusätzlichen Fälle gut betreuen zu können. Das Geburtshaus erwartet einen leichten Anstieg der Geburtenzahlen. Problematisch ist für die Frauen, dass es in der Region keine weitere Versorgungsstufe mehr gibt zwischen Uniklinik oder Geburtshaus.

Martina Klenk: „Erfreulich ist die gute Zusammenarbeit zwischen UKGM und Geburtshaus, welche durchaus Vorbildcharakter für andere Regionen haben kann. Trotzdem sind Versorgungsengpässe zu befürchten und von Wahlfreiheit für die Frauen kann so keine Rede mehr sein. Die Wurzel allen Übels ist die Profitorientierung in der Gesundheitswirtschaft. Das muss sich ändern. Alles andere ist Flickschusterei.“

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