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Hauptausschuss-Sitzung: digital statt analog und trotzdem intensiv

Martina Klenk, 1. Vorsitzende: „Zweimal im Jahr trifft sich das Präsidium des DHV mit den Vorsitzenden der Länder und den Beauftragten im DHV zum Austausch auf der Hauptausschusssitzung. Drei Tage lang haben wir in der letzten Woche per Zoom-Konferenz viele Themen miteinander diskutiert. Eigentlich war die Sitzung in Berlin geplant, aber aufgrund der Corona-Pandemie hatte das Präsidium sich zur virtuellen Tagung entschlossen.

Das Format hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, nicht reisen zu müssen und im eigenen, statt im Hotelbett schlafen zu dürfen. Der Nachteil besteht im Fehlen informeller Kontakte und dem direkten zwischenmenschlichen Austausch. Als Landbewohnerin stört die wacklige Internetverbindung, die häufig dazu zwingt, die Kamera auszuschalten, damit eine überhaupt etwas mitbekommt.

Alles in allem war es trotzdem eine gute Alternative zur analogen Sitzung. Wir haben uns intensiv mit internen strukturellen, wie mit berufspolitischen Themen befasst. Die Satzung wird als nicht mehr zeitgemäß empfunden und soll überarbeitet werden. Auch unsere Verbandszeitschrift, das Hebammenforum, sieht einem Relaunch entgegen.

Breiten Raum nahm auch die Diskussion zur Umsetzung der hochschulischen Hebammenausbildung ein. Der Fakt, dass Bildung Ländersache ist, macht ein gemeinsames strategisches Vorgehen nicht einfacher, aber wir unterstützen uns in diesem Vorhaben gegenseitig. Es ist der Wunsch des DHV, dass der Hebammenkreißsaal in den Kliniken größere Verbreitung findet. Wir wollen hier in Hessen das Konzept sehr gerne fördern und sind dazu im Gespräch mit dem Sozialministerium.

Weitere Themen waren die internationale Hebammenarbeit, der Kongress 2021, der wegen Corona als virtuelle Veranstaltung geplant wird und vertrauliche Informationen zu den Vertragsverhandlungen.

Alles in allem war es ein guter Hauptausschuss, der bewiesen hat, dass wir selbst in Seuchenzeiten gut arbeiten können. Gefehlt hat das abendliche gemütliche Beisammensein bei Tee und Gebäck oder Rotwein und Käse und die Diskussionen außerhalb des offiziellen Rahmens.“

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