Pränataldiagnostik – was geschieht da?

14. Juli 2023

08:30 Uhr -16:00 Uhr

Die Veranstaltung findet in 162 Tagen statt.

Puls und Raum

Lilienweg 27a

35396 Giessen

Pränataldiagnostik – was geschieht da?
Elternwerden bedeutet Herausforderung, Verantwortung und intensive Gefühle. Das Schwangergehen ist eine Phase des Übergangs, eine physiologische Krise, die Neugier und Ängste auslöst und nach sicherheitsspendender Begleitung verlangt. Die werdende Mutter erlebt in ihrem Leib die großen Anpassungen – die physiologische Voraussetzung fürs Schwangergehen und Austragen des Kindes. Es kommt wortwörtlich zur Erweiterung ihrer eigenen Grenzen im Leib, in den Gedanken und in den Gefühlen. In „guter Hoffnung“ ein Kind zu erwarten ist heute beeinflusst von Risikodenken und dem starken Drang nach Kontrolle
und Absicherung. Die werdenden Eltern und das werdende Kind sind konfrontiert mit Risikoberechnungen und Prognosen, bei denen es nicht selten um Leben und Tod geht. In diesem Spannungsfeld suchen werdende Eltern einen Weg, wie sie ihrem Kind fürsorglich Eltern sein können und loten aus, was das tatsächlich bedeutet. Als beteiligte Fachpersonen sind wir gefordert, in der fragmentierten Betreuung das Ganze im Blick zu behalten und zu klären, was wir – basierend auf unserem Sachverständnis – verantworten können. Nicht selten sind wir vom standardisierten Vorgehen ebenso in die Enge getrieben wie die werdenden
Eltern. In dieser Veranstaltung erlauben wir uns, außerhalb der gewohnten Logik darüber nachzudenken, wie wir Eltern in ihren großen Aufgaben bestärken und nicht stören können.

Ziel:
• Möglichkeit für Reflexion und vertieftes Nachdenken über ein normiertes Vorgehen und dessen Auswirkungen
• Raum für persönliche Wahrnehmung und Empfindungen als beteiligte Fachperson
• Klärung der jeweiligen professionellen Aufgaben in diesem komplexen Geschehen

Inhalt:
• Kontinuum Mutterschaft/Elternschaft: ein Prozess von Anpassung, Verantwortung und Herausforderung
• Untersuchung des ungeborenen Kindes: Absicht, Grenzen, Wirkungen
• „Risiko“, „Pränataldiagnostik“ … die Schlagkraft und Verwirrung durch Sprache
• Was bedeutet „freie Wahl“ und „entscheiden müssen?
• Die Aufgabe und Verantwortung der Beratenden und Untersuchenden
• Originäre Geburtshilfe leisten: wie Klärung und Bestärkung gelingen könnte

Referentin: Franziska Maurer, Hebamme MSc, Therapeutin & Dozentin
Autorin des Buches „Fehlgeburt. Die Physiologie kennen, professionell handeln“ (Elvin Staude-Verlag 2017)

Fortbildungsstunden: 8 á 45 Minuten im Bereich Fach- und Methodenkompetenz

Kosten: * bei Frühbuchung – 01.06.2023 / Normalpreis

DHV / LV Hessen und andere LV: * 100,-€ / 130,-€

NICHT-DHV: * 165,-€ / 195,-€

Fortbildung in den digitalen Kalender eintragen: ICAL

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