Logo des Landesverbandes der Hessischen Hebammen

Umfrage zur digitalen Hebammenbetreuung während Corona

24. Februar 2021

Bild: Charlotte May auf Pexels

Bitte beteiligen Sie sich! Die Befragung ist bundesweit angelegt und richtet sich an alle Hebammen, die ausschließlich oder teilweise freiberuflich tätig sind.

Sie findet in Kooperation zwischen dem dem Deutschen Hebammenverband, dem Barmer Institut für Gesundheitssystemforschung und der Hochschule für Gesundheit Bochum statt.

Die Beantwortung der Fragen nimmt nur kurze Zeit in Anspruch, sie dauert etwa 20 Minuten. Sie können die Teilnahme an der Befragung  sogar unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen.

Durch Ihre Teilnahme geben Sie uns die Möglichkeit, einen Einblick in Ihren Tätigkeitsbereich und Ihr Arbeitsumfeld während der Covid-19-Pandemie zu erhalten.

Ziel ist es, Chancen und Herausforderungen von digitaler Hebammenbetreuung zu ermitteln sowie darzustellen, welche Hebammenleistungen digital angeboten werden (können).

Hier kommen Sie zur Studie

Fortbildungen 2021: Praxisanleitung und mehr

19. Januar 2021

Bild: Vlada Karpovich von Pexels

Liebe Kolleginnen,

die Praxisanleitung von werdenden Hebammen ist ein wichtiger Bestandteil der Wissensvermittlung. Machen Sie sich fit!

Unsere Online-Seminare richten sich an Praxisanleitende in Klinik und Freiberuflichkeit.

Sie wollen sich in einem anderen Bereich weiterentwickeln?

Schauen Sie doch mal unter „Fortbildungen“ nach und suchen sich ein passendes Thema für ein Online-Seminar aus:

Dokumentation und Haftungsrecht

Ressourcenorientierte Begleitung im Kreißsaal oder

Trageberatung.

Hier kommen Sie zum Fortbildungsbereich

1. Jahrestag der Akademisierung der Hebammenausbildung

18. Januar 2021

Bild: Andrea Piacquadio auf Pexels

Ein Jahr nach dem Stichtag für die Akademisierung der Hebammenausbildung zieht der Deutsche Hebammenverband (DHV) eine positive Bilanz: Die Attraktivität des Hebammenberufes hat zugenommen, die Bewerber*innenzahlen sind gestiegen, und Deutschland hält Schritt mit der EU.

Der DHV fordert die Bundesländer auf, zeitnah ausreichend Hochschulplätze zu schaffen, um allen Interessierten die Möglichkeit zum Hebammenstudium zu gewährleisten und so die Versorgung der Frauen und Kinder durch Hebammen nachhaltig zu verbessern.

„Uns ist bewusst, dass dies während der Corona-Pandemie eine große Herausforderung darstellt. Die bestmögliche Betreuung von Frauen und Familien ist jedoch eine der großen Aufgaben unseres Gesundheitssystems und darf nicht vernachlässigt werden“, so Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des DHV.

In Hessen bietet derzeit ausschließlich die Hochschule in Fulda den Studiengang Hebammenwissenschaften an. Doch sie alleine wird den Bedarf an Hebammen nicht ausbilden können. „Wir brauchen mindestens drei weitere Studienstandorte hier im Land“, so Martina Klenk, 1. Vorsitzende des Landesverbandes.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes (DHV)

Neue Leitlinie für vaginale Geburt ein Meilenstein

12. Januar 2021

Bild: Vidal Balielo Jr. auf Pexels

Mit der neuen S 3-Leitlinie für vaginale Geburt am Termin haben Frauen erstmals die Möglichkeit, aufgrund wissenschaftlicher Empfehlungen auf hohem Evidenzniveau tatsächlich selbstbestimmt zu gebären. Etablierte Vorgehensweisen ohne wissenschaftliche Evidenz gehören somit nicht mehr in die Kreißsäle.

Frauenzentrierte Geburtshilfe steht im Mittelpunkt und mit ihr die Betreuung der Geburt durch die Hebamme.

Martina Klenk, 1. Vorsitzende des Landesverbandes: „Ich begrüße die neue Leitlinie sehr. Sie wird sich positiv auf die Kultur der klinischen Geburtshilfe auswirken, was zwingend erforderlich ist, und stellt endlich die Frau ins Zentrum und die Physiologie.“

Kurzversion der S 3-Leitlinie auf awmf.online.de

Erfahren Sie mehr auf der Website des Deutschen Hebammenverbandes (DHV)

Jetzt unterzeichnen! Petition gegen Schließung von Kreißsälen

7. Januar 2021

Bild: nappy auf Pexels

LandFrauen fordern: Geburtshilfe. Im ländlichen Raum. Jetzt!

Auf dem Land schließen immer mehr Geburtsstationen, ohne dass es für werdende Mütter Alternativen gibt. Bereits 2017 ergab eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe an Geburtshilfekliniken, dass innerhalb von sechs Monaten mehr als 35 Prozent der Kliniken Schwangere mindestens einmal abgewiesen wurden.

Doch geburtsmedizinische Versorgung und Hebammenbetreuung muss sichergestellt sein.

Daher fordern die LandFrauen Bundesminister Jens Spahn und die Gesundheitsministerkonferenz auf, sich für eine wohnortnahe Geburtshilfe stark zu machen und erinnern dabei ausdrücklich an den von SPD und CDU/CSU unterzeichneten Koalitionsvertrag von 2018, in dem wohnortnahe Geburtshilfe und Hebammen als Teil einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung festgeschrieben sind.

Hier können Sie die Petition der LandFrauen unterzeichnen

Auch unter #GeburtshilfeJetzt können Sie an der Unterschriftenaktion teilnehmen und mehr erfahren

Weihnachten 2020: die Krise als Neuorientierung?

23. Dezember 2020

Bild: Tim Mossholder auf Pexels

Liebe Kolleginnen,

welche hätte beim Ausblick auf das anstehende Jahr 2020 am vergangenen Silvesterfeiertag damit gerechnet, dass unsere Gesellschaft in diesem Jahr von einer Seuche bedroht sein würde. Wohl kaum eine. Ein kleines Virus hat ganze Staaten lahmgelegt, Gewohntes genommen, Existenzen bedroht und Menschen getötet. Es zeigt uns, wie verletzlich wir als Menschheit sind. Es könnte eine Lektion in Demut werden.

Danke an alle Hebammen

Als Hebammen waren wir durch die Coronapandemie in unserer Berufsausübung stark belastet. Die Sorge um die eigene Gesundheit, die der uns anvertrauten Frauen und Kinder und auch die der eigenen Familie wiegt schwer. Danke an alle Hebammen, die unter kritischsten Umständen die Versorgung von Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen gewährleistet haben. Die kommenden Weihnachtfeiertage werden in vielen Familien und Freundeskreisen ganz anders verbracht werden, als üblich. Silvester fällt der Ausgangssperre zum Opfer. Maximal zwei Haushalte mit maximal Wunderkerzen. Das ist alles erst mal betrüblich. Doch Krisen bieten auch Chancen zur Neuorientierung. Corona zwingt uns als Gesellschaft zum Herunterfahren, zum Überdenken des Konsumrausches und des Mantras des „Höher, Schneller, Weiter“.

Früher hieß die Mittwinterzeit „die stille Zeit“. In der Stille liegt eine große Kraft, die uns lehrt, uns selbst auszuhalten. Lassen Sie uns die kommenden Feiertage mit Freude, Gelassenheit und Zuversicht begehen, trotz aller Beschränkungen. Manchmal ist weniger mehr und führt zum Wesentlichen. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien und Freund*innen eine gesegnete Weihnachtszeit und alles Gute für das kommende Jahr.

Im Namen des Vorstandes

Martina Klenk, 1. Vorsitzende des Landesverbandes der Hessischen Hebammen e.V.

Es zieht herauf die stille Nacht

Es zieht herauf die stille Nacht
Und decket alles Land,
Groß, ruhig liegt in Sternenpracht
Der Himmel ausgespannt.

Es gehet still und leis die Luft,
Rings schlummert Blum´ und  Baum:
Oh nur ein Klang, o nur ein Duft,

ein leiser Schöpfungstraum

(….)

Wolfgang Müller von Königswinter (1816-1873)

Neuer Haftpflichtversicherungsvertrag mit mehr Sicherheit

4. Dezember 2020

Bild: Jeshoot.com auf Pexels

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) hat den Haftpflichtversicherungsschutz für seine Mitglieder bis zum Juli 2024 gesichert. Gemeinsam mit dem Versicherungsmakler hevianna Versicherungsdienst GmbH, einem Tochterunternehmen der Ecclesia Gruppe, verlängerte der DHV den aktuellen Haftpflichtrahmenvertrag beim bisherigen Versichererkonsortium unter Führung der Versicherungskammer.

Für die Hebammen bietet der ab Juli nächsten Jahres gültige Vertrag erhebliche Verbesserungen. So wurde in den Vertragsverhandlungen eine Erhöhung der Deckungssumme für schwere Personenschäden um 25 Prozent erreicht. Dieser Erfolg gibt den Hebammen ein deutliches Mehr an Sicherheit für die Absicherung schwerer Schäden in der Geburtshilfe.

„Ich freue mich sehr über den neuen Abschluss eines Mehrjahresvertrages“, sagt Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „Er gibt den Kolleginnen in der Geburtshilfe Planungssicherheit für die kommenden Jahre, in denen wir uns mit Nachdruck für die notwendigen Vergütungssteigerungen für Hebammen einsetzen werden.“ Nur so könne der Hebammenberuf auch in Zukunft attraktiv bleiben.

Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes (DHV)

Schöne Aussichten: Hebammenkongress im Mai 2021

1. Dezember 2020

Bild: Deutscher Hebammenverband (DHV)

Ein guter Ausblick auf das neue Jahr: Der Deutsche Hebammen-Kongress findet vom 10. bis 12. Mai 2021 statt – ausschließlich online.

Thematischer Schwerpunkt ist das nationale Gesundheitsziel „Gesundheit rund um die Geburt“

Einen ersten Eindruck erhalten Sie hier

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Merken Sie sich den Termin jetzt schon vor!

Bundesdelegiertentagung nimmt Ziele 2021 in den Blick

27. November 2020

Bild: Olya Kobruseva von Pexels

Rund 200 Teilnehmerinnen haben sich vom 24. bis 26.11. zu einer digitalen Bundesdelegiertentagung zusammengefunden. Auch im nächsten Jahr wird die Corona-Pandemie eine Herausforderung bleiben. Doch das Bundestagswahljahr soll auch dafür genutzt werden, gesellschaftliche Bündnisse für die Zukunft der Geburtshilfe ins Leben zu rufen.

Nachdem der Verband diese Woche bereits anlässlich des Roses Revolution Day offenen Umgang mit dem Thema Gewalt in der Geburtshilfe und einen gesellschaftlichen sowie politischen Diskurs dazu gefordert hat, positioniert er sich nun auch deutlich gegen den zunehmenden Rechtspopulismus und tritt für Diversität und Offenheit ein.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes (DHV)

Roses Revolution Day: Gewaltfreie Geburt als Auftrag

24. November 2020

Bild: Johnny Mckane auf Pexels

In seiner Pressemitteilung zum Roses Revolution Day am 25.11.2020 fordert der Deutsche Hebammenverband (DHV) strukturelle Veränderungen, um Gewalt in der Geburtshilfe zu verhindern.

Bereits seit Jahren machen die Hebammenverbände auf strukturelle Fehlentwicklungen in der Geburtshilfe aufmerksam und fordert einen offenen Diskurs. Unter anderem führen starre Hierarchien im Kreißsaal sowie ein berufsübergreifender Personalmangel zu permanenter Überforderung und Stresssituationen.

Doch Geburtshilfe muss gewaltfrei, interventionsarm, sensibel und frauenzentriert sein.

„Was immer eine Frau als übergriffig oder gewaltvoll empfindet, muss ernst genommen und vermieden werden“, sagt Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „Alle Beteiligten haben die Pflicht, jede Frau bei der Geburt ihres Kindes bestmöglich zu begleiten.“

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) vom 24.11.2020

digitale Leistungserbringung bis Ende März 2021 verlängert

3. November 2020

Bild: DarkmoonArt_de auf Pixabay

Steigende Infektionszahlen rücken die Nutzung digitaler Medien zur Leistungserbringung wieder in den Fokus. Die neue Laufzeit der Sondervereinbarung ist deshalb mindestens bis zum 31. März 2021 festgesetzt und sorgt so für Planungssicherheit.

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) setzt sich in weiteren Verhandlungen für die Fortführung digitaler Leistungserbringungen über den gesamten Zeitraum der Pandemie ein.

Lesen Sie hier mehr

2021: Das neue Fortbildungsprogramm ist jetzt online

26. Oktober 2020

Bild: StartupStockPhotos auf Pixabay

Es gibt Fortbildungen in den verschiedensten Bereichen der Hebammentätigkeit. Neben eintägigen Fortbildungen gibt es eine Kompaktausbildung von Sabine Friese-Berg in Fulda.

Die DHV-Fortbildung „Hebammen an Grundschulen“ findet in Hanau statt.

In den nächsten Wochen werden wir noch weitere Fortbildungen online stellen.

Die aktuelle Situation mit Covid 19 hat die Planung erheblich beeinträchtigt, einige Referenten haben Fortbildungen verschieben müssen, Veranstaltungsorte haben abgesagt.

Bitte schauen Sie regelmäßig nach neuen Fortbildungen.

Bei Fragen können Sie gerne eine E-Mail an die Fortbildungsbeauftragte Claudia Mathes-Prock senden.

Martina Klenk im Interview mit der Gießener Allgemeine

8. Oktober 2020

Bild: meineresterampe auf Pixabay

Das Gutachten zur Situation der Hebammenhilfe in Hessen ist besorgniserregend. Die Gießener Allgemeine hat es zum Anlass genommen, um bei Martina Klenk, erste Vorsitzende des Landesverbandes, die Lage in Gießen zu erfragen.

Es geht darüber hinaus um wesentliche Themen des Berufsstandes: Vergütung, Akademisierung und alternative Konzepte wie Implementierung von Hebammenkreißsälen.

Gießener Allgemeine vom 07.10.2020

Aktueller Tarifstreit im Gesundheitssektor

1. Oktober 2020

Bild: terimakasih0 auf Pixabay

4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 150 Euro und für die Azubis 100 Euro mehr fordert Verdi bundesweit. Nach bisher zwei Verhandlungsrunden gab es noch kein Angebot der Länder und Kommunen für die Beschäftigten. Deshalb wurde in den vergangenen zwei Tagen im Gesundheitssektor gestreikt. Mehr als 50 Kliniken waren im Streik für einen gemeinsamen Tarif für alle. Auch die nicht-ärztlichen Beschäftigten des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, kurz UKGM, waren unter Sicherstellung der Krankenversorgung mit dabei. Wer die Versorgung von Menschen verantwortet, ist erpressbar und leider nur bedingt streikfähig. Das bekamen die Beschäftigten am UKGM zu spüren, denn das Routine-OP-Programm wurde trotz des angekündigten Warnstreiks durchgeführt und verhinderte so deren Teilnahme an der Kundgebung. Interprofessionelle Solidarität sieht anders aus.

Aber es zeigt auch umso deutlicher, dass die nicht-ärztlichen Beschäftigten im Krankenhaus unverzichtbar sind. Ob angestellte Hebammen bei dem Warnstreik aktiv beteiligt waren, entzieht sich meiner Kenntnis. Wir stecken ja im gleichen Dilemma: Welche lässt schon eine Kollegin alleine im Kreißsaal schuften und geht stattdessen zur Kundgebung? Das machen wir dann in der Freizeit und das tut keinem Arbeitgeber weh. Aber die offenen Planstellen in den Kreißsälen sprechen ja ihre eigene Sprache.

Gründe für offene Hebammenstellen sind bekannt

Das Gutachten zur Situation der Hebammenhilfe in Hessen stellt fest, dass derzeit 53 Prozent der hessischen Kliniken offene Stellen für festangestellte Hebammen haben. Im Mittel fehlen zwei Vollzeitstellen. Als Gründe für die schwierige Besetzung gaben die Einrichtungen die schlechte Vergütung, sowie die mangelnde Attraktivität der Arbeitsbedingungen an. Wenn die Kliniken schon selbst diese Diagnose abgeben, dann wäre eine Lösung schon mal in einer besseren Vergütung zu suchen. Verteilt doch die Aktiengewinne mal auf die Beschäftigten um. Denn die machen schließlich die Arbeit.

Oberhessische Presse vom 30.09.2020

Jetzt hier lesen: Herbst-Newsletter der ver.di Frauen Hessen

25. September 2020

Besonders interessant für Hebammen in Hessen sind die Informationen zu geplanten Warnstreiks im öffentlichen Dienst, da die Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen noch kein Angebot vorgelegt haben, sowie der Hinweis auf den International Safe Abortion Day am 28. September 2020 und die mit ihm einhergehende Forderung, die Paragrafen § 218 und § 219a StGB ersatzlos zu streichen.

Statt Kriminalisierung erfordere es niedrigschwellige Aufklärung über sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte, besseren Zugang zu Verhütungsmethoden insbesondere über die Finanzierung durch Krankenkassen sowie öffentlich geförderte Angebote einer freiwilligen, neutralen und leicht zugänglichen Schwangerschaftskonfliktberatung.

In Darmstadt, Frankfurt, Gießen und Marburg werden anlässlich des Safe Abortion Day Aktionen stattfinden. Im Newsletter finden Sie die genauen Angaben dazu.

Lesen Sie hier den Newsletter September 2020

Weltstillwoche beginnt unter dem Motto: Natur lässt sich nicht kopieren

25. September 2020

Vom 28. September bis zum 4. Oktober findet in Deutschland die Weltstillwoche 2020 statt. Die Aktionswoche betont in diesem Jahr die einzigartige Bedeutung der Muttermilch für das Kind. So enthält bereits ein Tropfen über 4.000 lebende Zellen, darunter auch Stammzellen und viele Immunstoffe zur Stärkung der Abwehrkräfte und zum Schutz vor Infektionen. Bislang stillen lediglich rund 20 Prozent der Mütter in Deutschland sechs Monate ausschließlich, so wie es die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt.

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) schließt sich dieser Empfehlung an und rät deshalb, Babys in diesem Zeitraum nur zu stillen und dies auch nach Einführung von Beikost bis zum Ende des zweiten Lebensjahres und darüber hinaus fortzusetzen.

Der Deutsche Hebammenverband veröffentlicht im Laufe der Aktionswoche mehrere animierte Kurzclips zur Weiterverbreitung in den sozialen Medien. Die Clips, die auf die Einzigartigkeit der Muttermilch hinweisen, finden Interessierte auf www.hebammenverband.de/aktuell/aktionen/weltstillwoche/2020/

Die Weltstillwoche gilt als die größte gemeinsame Kampagne aller das Stillen fördernder Organisationen, darunter auch die UNICEF und die WHO. Seit 1991 wird sie jährlich in über 120 Ländern begangen. Die Initiative setzt sich weltweit für den Schutz, die Förderung und die Unterstützung des Stillens ein.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes (DHV)

Foto: Tabea Debus

Hauptausschuss-Sitzung: digital statt analog und trotzdem intensiv

23. September 2020

Martina Klenk, 1. Vorsitzende: „Zweimal im Jahr trifft sich das Präsidium des DHV mit den Vorsitzenden der Länder und den Beauftragten im DHV zum Austausch auf der Hauptausschusssitzung. Drei Tage lang haben wir in der letzten Woche per Zoom-Konferenz viele Themen miteinander diskutiert. Eigentlich war die Sitzung in Berlin geplant, aber aufgrund der Corona-Pandemie hatte das Präsidium sich zur virtuellen Tagung entschlossen.

Das Format hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, nicht reisen zu müssen und im eigenen, statt im Hotelbett schlafen zu dürfen. Der Nachteil besteht im Fehlen informeller Kontakte und dem direkten zwischenmenschlichen Austausch. Als Landbewohnerin stört die wacklige Internetverbindung, die häufig dazu zwingt, die Kamera auszuschalten, damit eine überhaupt etwas mitbekommt.

Alles in allem war es trotzdem eine gute Alternative zur analogen Sitzung. Wir haben uns intensiv mit internen strukturellen, wie mit berufspolitischen Themen befasst. Die Satzung wird als nicht mehr zeitgemäß empfunden und soll überarbeitet werden. Auch unsere Verbandszeitschrift, das Hebammenforum, sieht einem Relaunch entgegen.

Breiten Raum nahm auch die Diskussion zur Umsetzung der hochschulischen Hebammenausbildung ein. Der Fakt, dass Bildung Ländersache ist, macht ein gemeinsames strategisches Vorgehen nicht einfacher, aber wir unterstützen uns in diesem Vorhaben gegenseitig. Es ist der Wunsch des DHV, dass der Hebammenkreißsaal in den Kliniken größere Verbreitung findet. Wir wollen hier in Hessen das Konzept sehr gerne fördern und sind dazu im Gespräch mit dem Sozialministerium.

Weitere Themen waren die internationale Hebammenarbeit, der Kongress 2021, der wegen Corona als virtuelle Veranstaltung geplant wird und vertrauliche Informationen zu den Vertragsverhandlungen.

Alles in allem war es ein guter Hauptausschuss, der bewiesen hat, dass wir selbst in Seuchenzeiten gut arbeiten können. Gefehlt hat das abendliche gemütliche Beisammensein bei Tee und Gebäck oder Rotwein und Käse und die Diskussionen außerhalb des offiziellen Rahmens.“

WHO verlängert Jahr der Pflegenden und Hebammen bis 2021

22. September 2020

Es ist als sehr positives Signal zu bewerten, dass die WHO das Jahr der Pflegenden und Hebammen in 2021 verlängern wird. Die Corona-Pandemie hat deutlich gezeigt, wie wichtig ein leistungsfähiges Gesundheitswesen und wie wertvoll die Arbeit der Beschäftigten dort für das Allgemeinwohl ist. Es wurde ja auch schon ausgiebig applaudiert. Leider ist darüber hinaus nicht viel passiert.

Nach längeren, bemühten Debatten stellt der Bund nun den Krankenhäusern ein paar Millionen zur Verfügung, die diese nach eigenem Ermessen an die verdienstvollen Pflegekräfte verteilen dürfen. Tausend Euro sollen bei den einzelnen Mitarbeitenden wohl ankommen. Das kann man als nette Geste gelten lassen, löst aber die Probleme Pflegenotstand und Hebammenmangel nicht. Statt grundsätzlich höhere Gehälter für die Berufe zu zahlen, die für unsere Gesellschaft unverzichtbar sind, wirbt man lieber Pflegekräfte aus Übersee oder Osteuropa an, die mit den niedrigen Gehältern hier, sich in der Heimat eine gute Existenz aufbauen können. Diese Menschen zahlen dafür einen hohen Preis. Sind sie doch monatelang getrennt von ihrer Familie und ihrem zuhause. Zudem fehlen sie als Fachkräfte in ihren Herkunftsländern.

Der Krankenhauskonzern Asklepios, bekannt für seine schlechte Vergütung der Pflegenden und Hebammen, unterhält gar eine eigene Abteilung Auslandsakquise Pflege. Im Uniklinikum Gießen begannen unlängst 22 Pflegende von den Philippinen ihre Arbeit. Sprachniveau B 2. Die Bewerberinnen und Bewerber wurden auf den Philippinen durch Social-Media-Kanäle und ortsansässige „Rekrutierer“ auf die Arbeitsangebote aus Deutschland aufmerksam gemacht.

Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland sollen herzlich willkommen sein! Aber es geht nicht, dass deren Einsatz verhindern soll, dass sich endlich etwas an den miserablen Arbeitsbedingungen sowohl im Pflege- wie im Hebammenwesen in Deutschland ändert. Das ist sicher auch nicht im Interesse unserer ausländischen Kolleginnen und Kollegen.

Nutzen wir das Jahr der Pflegenden und Hebammen, um weltweit gute Rahmenbedingungen zur Berufsausübung im Gesundheitswesen zu fordern, damit Menschen geholfen werden kann.

Bibliomed.Pflege vom 17.09.2020

Einblick in die Klausurtagung des Vorstands in der Rhön

10. September 2020

Zum Monatswechsel traf sich der Vorstand des Landesverbandes der Hessischen Hebammen e.V. in der Rhön in einem ruhig gelegenen Hotel inmitten von Wald und Wiesen zur zweitägigen Klausurtagung. Es war gut, sich, auch mit den üblichen Corona-Beschränkungen, mal wieder real zu begegnen.

Die Corona-Pandemie ist handlungsbestimmend, liegt wie ein Grauschleier über allem und macht Planung sehr schwer. Trotzdem sind unsere Fortbildungsangebote für 2021 vorbereitet und es gab sogar eine Vorausschau für 2022. In Zukunft wollen wir auch verstärkt länderübergreifende Veranstaltungen durchführen, um Synergieeffekte zu nutzen. Geplant sind gemeinsame Fortbildungen mit Bayern, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. 

Wir wissen um die teils katastrophalen Zustände in den Kreißsälen und haben um Lösungen, insbesondere für die angestellten Kolleginnen, gerungen. Damit die Hebammen wieder mit Lust und Leidenschaft ihrem Kerngeschäft, der Geburtshilfe nachgehen, braucht es weitreichende Verbesserungen der Rahmenbedingungen. Dazu gehört, neben einer deutlich besseren Vergütung, auch eine andere Kultur in der klinischen Geburtshilfe. Doch um tatsächlich innovative Projekte umzusetzen, müssen die Klinikbetreiber Geld für Projektarbeit investieren: für zusätzliches Personal, Projektplanung und Projektleitung. Nur so kann es gelingen, das Angebot eines hebammengeleiteten Kreißsaales an möglichst vielen Kliniken zu implementieren.

Ein Forschungsprojekt an der Uniklinik Bonn konnte nachweisen, dass im hebammengeleiteten Kreißsaal (HGK) weniger Interventionen durchgeführt werden, die Arbeit im HGK die natürliche Geburt fördert und die Gebärende stärkt, sich der interprofessionelle Austausch zwischen Ärzteschaft und Hebammen verbessert, der fachliche Austausch sich intensiviert und die Arbeitszufriedenheit und die positive, professionelle Selbstwahrnehmung der Hebammen steigt, um nur einige Aspekte zu nennen. Eine wünschenswerte Zustandsbeschreibung für alle Kreißsäle!

Ein weiteres Thema, neben einigen anderen, war die Überführung der Hebammenausbildung an die Hochschulen. Der Hochschulstandort in Fulda wird nicht ausreichen, wir brauchen mindestens noch zwei weitere Standorte in Hessen, um auszubilden. Hier ist noch viel Überzeugungsarbeit im zuständigen Ministerium zu leisten. 

Ein Highlight der Klausurtagung war die Präsentation des Relaunchs unserer Homepage. Wir finden sie sehr gelungen und sie wird auf der Landesdelegiertentagung den Kolleginnen vorgestellt, um dann zur Endversion zu gelangen. Seien Sie gespannt!

Aktuelle Stunde im Landtag zum Thema Hebammenhilfe

8. September 2020

Am Donnerstag haben sich alle im Landtag vertretenen Fraktionen in einer aktuellen Stunde anlässlich des Gutachtens zur Situation der Hebammenhilfe in Hessen geäußert. Auf der Website der Hessenschau können Sie sich die Wortbeiträge der Vertreter/innen aller Fraktionen als Video ansehen und sich selbst einen Eindruck von der Diskussion machen. Folgen Sie einfach diesem Link: https://www.hessenschau.de/politik/landtag/landtagsvideos/2020/videos-aus-dem-landtag-debatte-um-hebammen,200903_as_04_hebammen-100.html

Foto: Hessischer Landtag, Kanzlei – H.Heibel

Runder Tisch diskutiert Handlungsempfehlungen

7. September 2020

Nach Corona-bedingter längerer Arbeitsunterbrechung fand am Freitag, den 4. September 2020, der 3. Runde Tisch zum „Gutachten der Situation der Hebammenhilfe in Hessen“ in hybrider Form im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration statt. Wegen der geltenden Abstandsregeln konnten insgesamt maximal 18 Teilnehmende sich analog treffen, die anderen wurden per Telefonkonferenz hinzugeschaltet.

Martina Klenk und Susanne Otte-Seybold waren vor Ort anwesend. Auf der Sitzung kamen erstmals die Handlungsempfehlungen, die im Beirat entwickelt wurden, zur Diskussion. Das weitere Vorgehen sieht die Beauftragung des Beirates mit der Auswertung der schriftlichen Stellungnahmen zur Erstpräsentation und der weiteren Bearbeitung der priorisierten Handlungsempfehlungen vor.

Der Beirat wird in der zweiten Oktoberwoche erneut dazu tagen. Der 4. Runde Tisch ist für Anfang November geplant.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. Hier finden Sie die Präsentation zum Gutachten und die Handlungsempfehlungen zum Herunterladen.

Überarbeitung des Entwurfs des Versorgungsverbesserungesetzes nötig

26. August 2020

Der Deutschen Hebammenverband e. V. (DHV) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG e. V) fordern in ihrer Pressemitteilung zum Entwurf des Gesetzes zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege (Versorgungsverbesserungsgesetz – GPVG) dringend eine fachliche Überarbeitung der Fassung.

Beide Verbände verlangen, dass strukturelle Probleme in der Geburtshilfe durch das Gesetz nachhaltig gelöst werden müssten.

Um wirkliche Veränderungen herbeizuführen, seien neben der angemessenen Erhöhung der Hebammenstellen und der Anpassung an die benötigte Betreuungsrelation außerdem die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Stellenfinanzierung sowie eine grundlegende Veränderung der Finanzierung und Strukturierung für die Geburtshilfe nötig, fehlten aber bislang.

Im Gesetzentwurf seien weder das nationale Gesundheitsziel „Gesundheit rund um die Geburt“ sowie das vom Ministerium in Auftrag gegebene IGES-Gutachten zur Beschäftigungs- und Arbeitssituation von Hebammen berücksichtigt worden.

Um die Situation in der Geburtshilfe maßgeblich zu verbessern, sei weiterhin dringend ein umfassendes Geburtshilfestärkungs-Gesetz erforderlich.

Gemeinsam haben der DHV und die DGGG deshalb eine Stellungnahme zum Entwurf des Gesetzes zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege vorgelegt.

Lesen Sie hier mehr

Jetzt registrieren für das digitale Zukunftsforum des DHV

24. August 2020

Anfang des Jahres hatte der Deutsche Hebammenverband (DHV) eine große Offensive für die Zukunft der Hebammenarbeit und eine gute Geburtshilfe unter der Überschrift „Zukunftsdialog“ angekündigt. Leider wurde das Vorhaben durch die Corona-Pandemie gebremst.

Doch der DHV lässt sich nicht stoppen!

Frei nach dem Motto „Don’t stop us now! Wir machen weiter“ lädt der DHV alle interessierten Kolleginnen zur Teilnahme am digitalen Zukunftsforum Hebammenarbeit am 5. und 6. Oktober 2020 ein. 150 Hebammen aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen sollen miteinander diskutieren.

Die Anmeldung ist bis zum 25. September möglich.

Bitte registrieren Sie sich, denn die Veranstaltung lebt von Ihrer Expertise und Ihren Erfahrungen.

Gemeinsam können wir die Zukunft in unserem Sinne und der uns anvertrauten Frauen gestalten.

Gutachten zur Hebammenversorgung in Hessen teilweise veröffentlicht

20. August 2020

Überraschenderweise hat Sozialminister Kai Klose am 20.08.2020 Teile des Gutachtens zur Situation der Hebammenversorgung in Hessen veröffentlicht. Der Landesverband der Hessischen Hebammen e.V. wurde darüber vorab seitens des Sozialministeriums nicht in Kenntnis gesetzt. In einem Gespräch mit dem Ministerium heute wurde eine enge Zeitschiene als Grund für die Panne benannt.

Runder Tisch tagt wieder

Immerhin soll am 4. September 2020 der Runde Tisch wieder tagen. In welcher Form, analog, hybrid oder rein virtuell steht noch nicht fest. Dort werden die Empfehlungen zur Verbesserung der Versorgung mit Hebammenhilfe, die im Beirat erarbeitet wurden, von der Hochschule für Gesundheit Bochum und dem Deutschen Krankenhausinstitut vorgestellt.

Der Landesverband der Hessischen Hebammen e.V. begrüßt ausdrücklich, dass die Arbeit des Runden Tischs und im Beirat weitergeht, damit zügig Maßnahmen zur Verbesserung der prekären Arbeitsbedingungen von freiberuflichen und angestellten Hebammen umgesetzt werden. Jede Hebamme, die wegen der miserablen Rahmenbedingungen ihrer Arbeit aus dem Beruf aussteigt, wird nur dann bereit sein, wieder einzusteigen, wenn sich drastische Verbesserungen auch in der Vergütung abzeichnen.

Im Koalitionsvertrag von hessischen GRÜNEN und der CDU werden den Hebammen Hilfen in Aussicht gestellt. Martina Klenk, 1. Vorsitzende des hessischen Hebammenverbandes: „Hoffen wir, dass bis zur Umsetzung nicht zu vielen Kolleginnen die Puste ausgegangen ist. „

Hier finden Sie die ersten Ergebnisse des Gutachtens auf den Seiten des Sozialministeriums Hessen

Lesen Sie mehr in den Mitteilungen an die Medien:

Pressemitteilung des Sozialministers Klose

Pressemitteilung „Die Linke“

Pressemitteilung der GRÜNEN, Kathrin Anders

CDU-Pressemitteilung, Claudia Ravensburg

Rhein-Main Extra-Tipp berichtet über Hebammen-Mangel

31. Juli 2020

Autorin Rebekka Farnbacher schildert die dramatische Situation schwangerer Frauen auf der Suche nach einer Hebamme. In dem Beitrag kommt auch Martina Klenk zu Wort, die hervorhebt, dass der Mangel im Rhein-Main-Gebiet besonders extrem ist.

Den Artikel können Sie hier als pdf-Datei herunterladen.

Scroll Up