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Für eine flächendeckende Geburtshilfe: Kundgebung in Marburg

„Bereits sechs Kreißsäle wurden in diesem Jahr geschlossen. So kann und darf es nicht weitergehen“, sagt Martina Klenk, Vorsitzende des Landesverbandes der Hessischen Hebammen. „Wir werden gemeinsam auf die Straße gehen, um für eine flächendeckende und bedarfsorientierte Geburtshilfe zu demonstrieren“, ergänzt Fabian Dzewas-Rehm, Fachsekretär Gesundheit der Gewerkschaft ver.di.

Am Mittwoch, den 25. September, wollen Hebammen und ver.di in Marburg demonstrieren. Gemeinsam wollen sie für eine bedarfsgerechte und flächendeckende Geburtshilfe werben. Zuletzt wurden die Kreißsäle in Marburg-Wehrda sowie in Ehringshausen geschlossen.

„Das fortgesetzte Kreißsaalsterben ist unverantwortlich. Die Risiken für Schwangere erhöhen sich“, so Klenk. Für schwangere Frauen sinke die Versorgungsdichte und Fahrtzeiten erhöhten sich weiter. Beispielsweise gebe es im Vogelsbergkreis keine stationäre Geburtshilfe mehr und im Landkreis Marburg-Biedenkopf nur noch in Marburg. Hebammenverband und ver.di fordern deshalb eine flächendeckende Sicherstellung der Geburtshilfe und ein stärkeres Engagement der Kommunen und des Landes. „Ziel muss es sein, dass Schwangere den Geburtsort frei wählen können und sie auch eine Auswahl haben.“

„Wir brauchen zudem andere Arbeitsbedingungen. Wie in der Pflege bedarf es in der Geburtshilfe mehr Personals“, führt Dzewas-Rehm aus. Hebammen und ver.di fordern eine 1:1-Betreuung während der Geburt. 

Rettet die Geburtshilfe: Der Landesverband und ver.di laden zum Protest ein

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