Bitte melden Sie sich bis zum 01.03.2026 per E-Mail:
Die Tagung ist für die TeilnehmerInnen kostenlos.
Gewalt unter der Geburt ist ein Thema, das in den letzten Jahren an Brisanz gewonnen hat. Bereits 2011 wurde in Spanien der „Roses Revolution Day“ ins Leben gerufen. An diesem inzwischen international begangenen Tag legen Frauen, die Gewalt in der Schwangerschaft, unter der Geburt oder im Wochenbett erlebten, einen Brief oder eine Rose vor die Türen der Kreißsäle, um ein Zeichen für würdevolle Geburtsbegleitung zu setzen.
Überwältigende oder (re-)traumatisierende Erlebnisse können beispielsweise sein
- Bevormundung in der Schwangerschaft, unter der Geburt oder beim Stillen
- unsensible oder unnötig schmerzhafte gynäkologische bzw. geburtshilfliche Interventionen
- Auswirkungen von fehlender Kommunikation, mangelnder Empathie, Zeitdruck, Personalmangel
Gewalt kann körperlich sein, sie umfasst aber auch verbale und psychische Aspekte. Besonders betroffen von diesem Geschehen sind Frauen und Paare, bei denen es im Vorfeld bereits belastende Erfahrungen mit Gewalt gab.
Ungefähr 20 % aller Geburten werden von den Frauen traumatisch erlebt. Jede zehnte Frau zeigt postpartal eine traumatische Stressreaktion und drei von 100 Frauen entwickeln eine Posttraumatische Belastungsstörung. Betrachtet man sogenannte Hochrisikogruppen, so erhöht sich die Zahl auf 15,7 % (Weidner et al. 2018).
Ziel des Fachtags ist es, Ansätze und Wege zu finden, um Gewalt in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zu erkennen, zu verhindern und dadurch den Betroffenen zu helfen.
Der Fachtag ist entsprechend der Berufsordnung für Hebammen und Entbindungspfleger (HebBO) als Fortbildung für Hebammen geeignet. Fortbildungspunkte bei der Landesärztekammer werden beantragt.
Bitte melden Sie sich bis zum 01.03.2026 per E-Mail an:
Die Teilnahme am Fachtag ist kostenfrei.
Wir würden uns freuen, Sie am 25.03.2026 zu begrüßen.
08:30 Uhr Ankommen, Registrieren, Begrüßungskaffee
09:00 Uhr Begrüßung und Allgemeines zum Fachtag
09:10 Uhr Grußworte
- Prof. Dr. med. Dirk Breitmeier
Landkreis Fulda, Leitung Fachbereich 6 Gesundheit
- Martina Klenk
1. Vorsitzende des Landesverbands der Hessischen Hebammen e. V.
- Katharina Roßbach
Frauenbeauftragte der Stadt Fulda und Präventionsrat Fulda
- Dr. med. Alexander Dengler
Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda, Chefarzt der Frauenklinik
- Priv.-Doz. Dr. Martin C. Koch
Klinikum Fulda, Chefarzt der Frauenklinik
09.00 Uhr Begrüßung und allg. zur Tagung
10:00 Uhr Gewalt in der Geburtshilfe als Form geschlechtsspezifischer Gewalt und im Kontext von Gewalt am Arbeitsplatz
Dr. phil. Tina Jung M. A. Politikwissenschaften, systemische Beraterin (DGSF, i. W.),
Justus-Liebig-Universität Gießen
11:15 Uhr Trauma und Geburt aus Hebammenperspektive
Martina Kruse M. A. Education & Management, B. A. Healthcare & Casemanagement,
Hebamme und Familienhebamme,
Beratung und Fortbildung – Martina Kruse
12:30 Uhr Mittagspause
13:15 Uhr Gewalt in der Geburtshilfe aus Sicht der Mütter und Väter – was sie erleben und was das mit ihnen macht
Lena Högemann
M. A. European Studies, Dipl. Journalistik
Lena Högemann – Autorin, Podcasterin, Journalistin
14:30 Uhr Beobachtung und Erleben von Gewalt an Frauen unter der Geburt durch geburtshilfliches Personal.
Eine qualitative Analyse der Erfahrungen von Hebammenstudentinnen während ihrer praktischen Ausbildung
Alexandra Borst
15:15 Uhr Pause
15:30 Uhr Geburtshilfe im Wandel – Traumatische Geburtserfahrung als lebenslanger Belastungsfaktor?
Gesunde Geburtserfahrung als lebenslange Ressource
Prof. Dr. med. Sven Hildebrandt Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Hochschule Fulda, Fachbereich Gesundheitswissenschaften
16:45 Uhr Gruß- und Abschlussworte
Frederik Schmitt
Erster Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent des
Landkreises Fulda
16:55 Uhr Zusammenfassung des Fachtags und Verabschiedung
17:00 Uhr Ende des Fachtags
Veranstaltungsort:
Gemeindezentrum Künzell
Hahlweg 32-36
36093 Künzell
Parkplätze:
direkt am Gemeindezentrum vorhanden
Stadtbusverkehr:
Linien 5 und 35
Haltestelle „Künzell Gemeindezentrum“
Bitte melden Sie sich bis zum 01.03.2026 per E-Mail:
Die Tagung ist für die TeilnehmerInnen kostenlos.