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Einblick in die Klausurtagung des Vorstands in der Rhön

Zum Monatswechsel traf sich der Vorstand des Landesverbandes der Hessischen Hebammen e.V. in der Rhön in einem ruhig gelegenen Hotel inmitten von Wald und Wiesen zur zweitägigen Klausurtagung. Es war gut, sich, auch mit den üblichen Corona-Beschränkungen, mal wieder real zu begegnen.

Die Corona-Pandemie ist handlungsbestimmend, liegt wie ein Grauschleier über allem und macht Planung sehr schwer. Trotzdem sind unsere Fortbildungsangebote für 2021 vorbereitet und es gab sogar eine Vorausschau für 2022. In Zukunft wollen wir auch verstärkt länderübergreifende Veranstaltungen durchführen, um Synergieeffekte zu nutzen. Geplant sind gemeinsame Fortbildungen mit Bayern, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. 

Wir wissen um die teils katastrophalen Zustände in den Kreißsälen und haben um Lösungen, insbesondere für die angestellten Kolleginnen, gerungen. Damit die Hebammen wieder mit Lust und Leidenschaft ihrem Kerngeschäft, der Geburtshilfe nachgehen, braucht es weitreichende Verbesserungen der Rahmenbedingungen. Dazu gehört, neben einer deutlich besseren Vergütung, auch eine andere Kultur in der klinischen Geburtshilfe. Doch um tatsächlich innovative Projekte umzusetzen, müssen die Klinikbetreiber Geld für Projektarbeit investieren: für zusätzliches Personal, Projektplanung und Projektleitung. Nur so kann es gelingen, das Angebot eines hebammengeleiteten Kreißsaales an möglichst vielen Kliniken zu implementieren.

Ein Forschungsprojekt an der Uniklinik Bonn konnte nachweisen, dass im hebammengeleiteten Kreißsaal (HGK) weniger Interventionen durchgeführt werden, die Arbeit im HGK die natürliche Geburt fördert und die Gebärende stärkt, sich der interprofessionelle Austausch zwischen Ärzteschaft und Hebammen verbessert, der fachliche Austausch sich intensiviert und die Arbeitszufriedenheit und die positive, professionelle Selbstwahrnehmung der Hebammen steigt, um nur einige Aspekte zu nennen. Eine wünschenswerte Zustandsbeschreibung für alle Kreißsäle!

Ein weiteres Thema, neben einigen anderen, war die Überführung der Hebammenausbildung an die Hochschulen. Der Hochschulstandort in Fulda wird nicht ausreichen, wir brauchen mindestens noch zwei weitere Standorte in Hessen, um auszubilden. Hier ist noch viel Überzeugungsarbeit im zuständigen Ministerium zu leisten. 

Ein Highlight der Klausurtagung war die Präsentation des Relaunchs unserer Homepage. Wir finden sie sehr gelungen und sie wird auf der Landesdelegiertentagung den Kolleginnen vorgestellt, um dann zur Endversion zu gelangen. Seien Sie gespannt!

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